De Güggel giiret

Es isch no früe am Morge, no dunkel dusse am feufi, no dunkler wills schecht wätter isch, s hed viel Wolke und au Wind, einzelni Auto sind scho unterwegs aber soscht isches sehr ruhig, isch jo au ferieziit.

Schnell über de Wald laufe, de no zum Kapelleli, isch für mich en Chraftort… und denn hanis s erste mol ghört…

De Güggel giiret

bi de d Stäg zu de Chile abe und biim Benkli han ich zum Güggel ufe gluegt und würklich, de Wind drehet en immer echli und er giiret, ha mir denn überleid, wie mer de chan schmiere… isch no schwierig of dere höchi, das müesst mer fast mit em Helikopter oder mit emene grosse chrane mache, jä nu irgendwie wird das scho go, nur mues es zerscht emol öpper merke, eso früh am Morge isch fast niemer unterwegs und spöter wird mers nömme ghöre, dass de Güggel giiret.

Nutzloses Ding?

Es steht so den ganzen Tag nutzlos da und wartet, es gehört jedem eines oder er teilt es mit seinem Liebsten, es murrt nicht wenn es nicht gebraucht wird, es ist auch nicht froh, wenn wir es brauchen. Mehrmals am Tag erinnern wir uns dass wir es haben, können es aber meistens nicht gebrauchen, einfach weil die Zeit dazu nicht richtig ist oder wir ganz einfach darauf verzichten müssen. Es ist aber etwas vom schönsten dass wir haben, bei den Jungen eher weniger, die älteren schätzen es viel mehr. Wir verbringen viel Zeit mit ihm, etwa ein drittel unseres Leben, darum sage ich euch, ich liebe es bin manchmal ganz vernarrt in das Ding und möchte es zu keiner Zeit missen, man kann auch ein anderes haben, doch das eigene ist natürlich das beste… was ich wohl meine???

 

Es ist unsere Oase, unsere Lebens Tankstelle, dass wir am Morgen so ungern verlassen…

 

Natürlich unser heissgeliebtes Bett, und oft ist es der Ort an dem wir die glücklichsten, traurigsten, leidenschaftlichsten aber auch einsamsten Momente in unserem Leben erleben.