S Papierfötzeli

Fein riecht es von draussen, auf dem Grill hat es etwas Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, schnell noch die Grillzange suchen, sollte in der Schublade sein… aha hab sie schon, doch was ist denn da noch in die Schublade gefallen, das sieht aus wie ein Viereck mit gegen innen gezogene Seiten, tönt sehr spektakulär, ist es aber nicht es gibt ja auch noch runde. Es ist Lilafarben, muss wohl in den Wintermonaten irgendwie da rein gefallen sein, vielleicht von der Jacke oder den Haaren.

Gut OK wieso hat man Papierfötzeli an der Jacke oder in den Haaren, schlimm genug dass dies im Frühling immer noch in der Schublade liegt, doch mal ehrlich wie oft werden alle Schränke und Schubladen total gereinigt… Es könnte aber noch ganz andere Sachen haben die da von Haaren oder Jacken in die Schublade fallen könnte, eine Heuschrecke, eine Spinne, ein Blatt vom Baum sonstiges Grünzeug… wääh.

Man kann noch so reinlich sein und alles reinigen, diese Papierfötzeli findet man immer wieder, ausser, ja ausser man hat etwas wichtiges vergessen in den Wintermonaten…

Nein dieses Papierfötzeli hat doch eine spezielle Aufgabe im Winter, nein keine Anzündhilfe auch kein Zeitungsausschnitt oder Post It Zetteli, auch kein Migros Kassenbon oder Notizzettel aller Art, es ist viele, viel kleiner und es ist Lila, es könnte auch Gelb, Grün, Rot, ja gar Schwarz oder Weiss sein, meistens ist das Papierfötzeli ja auch nicht alleine, aber eigentlich immer in einer Farbe.

Die meisten haben es natürlich schon lange bemerkt, das Papierfötzeli ist nichts anderes als ein Konfetti, etwas dass man natürlich nur findet, wenn man zumindest passiv am Strassenrand die Fasnacht verfolgt oder vielleicht doch ein aktiver Fasnächtler ist.

Mir zaubert so ein Fund immer wieder ein Strahlen ins Gesicht, wann beginnt sie wieder diese spezielle närrische Zeit, hoffentlich bald.

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Goldschatz im Bäremoos

Goldschatz im Bäremoos

Sonntag, 17. November 2013 18:52

Eine Geschichte von Andy Koch

Schon vor vielen Jahren kursierte in Villmergen die Sage, dass sich beim Hinterbach ein Goldschatz befindet, doch niemand wusste, wo dieser genau lag. Es gab nur den Hinweis, dass sich in der Nähe der Bach fast zu einem Weiher formiert. Der einzige Ort der in Frage kam, war im Staatswald Richtung Büttikon, oberhalb des Talackers wo sich der der Hinterbach von Büttikon kommend durch den Wald schlängelte. Es war der Ort, wo sich der Bach tief in den Sandfelsen gefressen hat und tatsächlich eine Art kleiner Teich bildete, doch wo war der Goldschatz genau vergraben?

Josef Koch, der ein Stück Land gepachtet hat in der Nähe, schaute sich schon lange intensiv in diesem Gebiet um, denn ein Goldschatz würde alle seine Träume von einem besseren Leben und das seiner Frau und den 8 Kindern ermöglichen.

Es war ein kühler Herbsttag, als Josef Koch wieder einmal seinen Acker Pflügte, als er tatsächlich in der Nähe des Hinterbaches auf einen eisernen Gegenstand traf. Er hielt seine zwei Ochsen an, band sie fest und schaute nach was er da wohl gefunden hat. Es war ein Flaches Eisen, in der Mitte war eine Kette angebracht, diese verlief geradewegs in den steinigen Boden. Natürlich schaute er sich das genau an, er hatte aber kein Grabwerkzeug dabei, nur ein Karst, doch bemerkte er bald, dass die Kette, die sehr robust gearbeitet war, immer tiefer in den Boden führte.

Er beschloss, später am Abend mit Hilfe von seinem Sohn Seppi zurück zu kehren, man wird dann auch nicht so offensichtlich gesehen wenn es ein dunkelt wie jetzt in der Nachmittags Sonne.

Josef spannte seine zwei Ochsen nach dem Nachtessen wieder vor den Leiterwagen und rief seinen Sohn, der gar nicht genau wusste wohin sein Vater, mit Schaufel und Pickel beladen so spät noch hinwollte, er stieg also zu seinem Vater auf den Bock und dann ging es die Büttikerstrasse hinauf zu seinem Acker. Der Nachbar Meyer, der dies sah rief hinterher, so Josef, gosch no of Schatzsuechi? Josef war bekannt, dass er an diese alte Sage glaubte, alle lachten deswegen hinter vorgehaltener Hand über ihn. Seinem Sohn war das nicht recht, denn wie es so ist, machten dies die Jugendlichen ganz direkt und darum schämte er sich deswegen immer öfter.

Josef hat seine zwei Ochsen getrieben, so schnell und unaufällig wie möglich, zum Acker zu gelangen. Natürlich waren die Tiere ganz ausser Atem, als sie bei dieser Stelle beim Hinterbach ankamen. Sofort fingen sie der Kette entlang zu graben, der Junge glaubte nicht an einen Schatz, eher ein Überbleibsel aus vergangener Zeit, war doch genau in diesem Gebiet 1656 eine blutige Schlacht ausgetragen worden. Als sie sich durch das Steinige Erdreich gruben, kamen sie in sehr lehmige Erde, wie das für dieses Gebiet normal ist, es war sehr mühsam zu graben und der „Leidreck“ wie sie es nannten war schwer und klebte am Werkzeug wie Leim, doch dann waren sie am Ende der Kette in etwa 2 Meter tiefe auf einen grossen Holzeimer gestossen, von dem sie aber nur den Bügel und den oberen Teil sahen, darin funkelte ihnen Goldmünzen entgegen.

Josef wollte in den Eimer nach dem Gold greifen, als sich das Loch plötzlich mit Grundwasser füllte, nur die Kette mit dem Flacheisen hatten sie noch gerettet. Seppi stieg aus dem Loch und wollte band die Kette an die zwei Ochsen, damit sie den Holzkessel herausziehen konnten. Auch der Vater stieg aus der Grube, da sich das Loch immer mehr füllte.

Die Zwei Ochsen wollten aber durch die Schinderei von vorher überhaupt nicht ziehen. Der Vater und der Sohn zogen an der Kette um die müden Ochsen zu unterstützen, doch dann plötzlich sprang die Kette mit dem Bügel aus dem Loch, vom Kessel aber keine Spur, doch sie hatten das Gold gesehen, beide… nur liess sich das Gold nicht bergen.

Natürlich gingen sie am nächsten Morgen ganz früh wieder an diese Stelle, sie gruben und gruben, doch der Boden scheint den Goldeimer verschluckt zu haben, sie fanden ihn nie wieder und darum liegt das Gold noch heute in der tiefe dieser Mystischen Gegend.